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Traumatherapie
Trauma - eine Wunde, die manchmal nicht von selbst verheilt
Gemeinsam finden wir heraus, ob eine Traumatherapie für Sie das Richtige ist. Wenn die Seele verwundet ist und sich die Wunde nicht schließt, dann bleiben Symptome. Ihr Ursachen liegen in einer veränderten Abspeicherung des Geschehens im Gehirn, denn die Erinnerung daran wird nur unzureichend oder gar nicht mit anderen neuronalen Netzwerken verknüpft. Sie wird abgekapselt und der/die Betroffenen kann nicht lernen, dass das Trauma in der Vergangenheit liegt. Es bleibt gegenwärtig, z.B. in Flashbacks, engt das eigene Leben ein. Wutausbrüche, Ängste bis hin zu Panikattacken oder Rückzugstendenzen erschweren das Zusammenleben in der Familie.
Eine sorgfältige Anamnese steht am Anfang einer Traumatherapie. Denn manchmal erschließt sich eine Traumatisierung nicht von selbst, sondern wird erst im Rückblick deutlich: „Das war eben so in meiner Kindheit; das war ganz normal!“ Dann können spezielle Methoden wie EMDR helfen, die Erinnerungen zu entgiften und die neuronalen Netzwerke entsprechend zu verändern.
Nach der Anamnese folgt die Stabilisierungsphase. Es geht darum, eine innere Ordnung wieder zu finden, das Selbstvertrauen zu stärken und Ressourcen zu erschließen. Dies kann geraume Zeit in Anspruch nehmen. Imaginative Methoden spielen eine wichtige Rolle, denn für unser Gehirn ist eine Veränderung der inneren Welt ebenso bedeutsam wie Erlebnisse in der äußeren Welt.
Erst wenn genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, kann die Trauma-Arbeit im eigentlichen Sinne beginnen. Gern setze ich hier EMDR ein („Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, was auf Deutsch „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung" bedeutet). Um das traumatische Geschehen zu verarbeiten, werden beide Gehirnhälften durch rasche Augenbewegungen des Klienten stimuliert. Die Erinnerungen werden neutraler und neue Perspektiven eröffnen sich, während die Augen des Klienten der Hand der Therapeutin rasch von links nach rechts folgen. Dieser heilende Prozess ist meist sehr schnell spürbar und der nachhaltige Erfolg von EMDR ist durch unzählige Studien belegt. Der Wirkmechanismus ist noch nicht endgültig geklärt, scheint aber mit den raschen Augenbewegungen während der REM-Phase im Schlaf verknüpft zu sein.
Ein Trauma zu behandeln bedeutet, den einst überwältigenden Schmerz möglichst umfassend in die eigene Biografie zu integrieren. So wie schwere körperliche Narben dauerhafte Pflege brauchen, benötigen seelische Verwundungen fürsorgliche Zuwendung, auch nach Abschluss der Behandlung. Deshalb ist es so wichtig, dass Betroffene im Zuge der Therapie vertraut werden mit wirksamer Selbst-Fürsorge. Wenn die Betroffenen den eigenen Stärken wieder vertrauen lernen und im Konfliktfall sich selbst wieder gut regulieren können, ist das Ziel der Behandlung erreicht.
Trauerbegleitung
Trauer - Wie kann ich weiterleben mit dem Verlust?
Anders als bei einer Traumatisierung ist einem trauernden Menschen bewusst, was ihm/ihr nun fehlt. Manchmal ist der Schmerz so intensiv, dass er einer Amputation ähnelt. Zu dem Schmerz kommen die Fragen, die sich oft im Kreis drehen: Wie soll ich weiterleben? Wo ist mein Liebstes jetzt? Trauer ist mehr als ein Gefühl, denn auch der Körper reagiert intensiv. Das ist schwer auszuhalten und manchmal ist der Wunsch übermächtig, ihn einfach zu betäuben: „Ich habe es in den ersten Wochen nur mit Alkohol geschafft“, sagt ein trauernder Witwer. „Aber das will ich nicht mehr, das ist nicht gut für mich.“
Genau darum geht es in der Trauerbegleitung: Herauszufinden, was im Augenblick Not tut. Das gilt vor allem dann, wenn der/die Trauernde im Schmerz dauerhaft stecken bleibt und die oft gutgemeinten Ratschläge von anderen nicht helfen. Denn es geht nicht allein um Schmerz, sondern auch um andere, schwierige Gefühle: „Wie konnte sie mir das antun und mich allein lassen?“
Trauerbegleitung bedeutet: Schritt für Schritt mit dem Verlust leben zu lernen und nicht stecken zu bleiben. Die Erinnerungen spielen dabei eine große Rolle, ebenso wie Rituale und die Nähe von anderen Menschen. „Ich habe gelernt, wieder glücklich zu sein“, sagt eine Witwe. „Aber ich werde nie mehr unbeschwert sein können.“ Wieder Glück und Lebensfreude zu empfinden - und zugleich den Schmerz zu akzeptieren: Das ist Weg und Ziel zugleich in der Trauerbegleitung.

Hinweise zu Abrechnung, Kostenerstattung und Steuerbefreiung
Abrechnung:
Mein Honorar für eine Sitzung beträgt:
- pro 50 Min 100 EUR
- pro 90 Min 160 EUR
Ein persönliches Erstgespräch (auch telefonisch) zum gegenseitigen Kennenlernen von etwa 20 Min ist kostenfrei. Bitte vereinbaren Sie dafür einen Termin (Donnerstags oder Freitags).
Die Kartenzahlung ist möglich.
Die Steuernummer lautet: 24/426/01758
Kostenerstattung:
Ich rechne angelehnt an die GeBüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker) ab, so dass die Rechnungen von einer Zusatzversicherung oder den Privatkassen teilweise übernommen werden können. Bitte fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.
Hinweis zu § 4 Nr. 14 UStG:
Die Heilkundliche Tätigkeit eines Heilpraktikers ist von der Umsatzsteuer gemäß § 4 Nr. 14 UStG befreit. Aus diesem Grund erhebe ich für diese Tätigkeiten keine Umsatzsteuer und weise diese folglich auch nicht aus.